Tschüss Kohle

Erfolg! 22.494 Hamburgerinnen und Hamburger für Kohleausstieg – Bürgerschaft soll Gesetzentwurf übernehmen

Hamburg ist vom Meeresanstieg als Folge des Klimawandels bedroht.

Wir rufen alle Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, unsere Volksinitiative „Tschüss Kohle“ für den zügigen Ausstieg aus der Kohleverbrennung mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Wir wollen gesetzlich verankern, dass in Hamburg ab 2025 keine Wärme und ab 2030 auch kein Strom mehr aus Kohle produziert werden. Nur mit dem weltweiten Kohleausstieg können wir den Klimawandel noch bremsen und die Pariser Klimaziele, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, erreichen.

Lasst uns, lassen Sie uns gemeinsam etwas für unseren Lebensraum auf dem Planeten Erde tun! Hier in Hamburg übernehmen wir Verantwortung – für die zukünftigen Generationen, für die Menschen in aller Welt und für uns. Wir sorgen dafür, dass Kohlekraftwerke abgeschaltet werden – ein unerlässlicher Schritt für den Klimaschutz. Ihre Unterschrift zeigt Wirkung!

Die Unterschriftenliste gibt es hier zum herunterladen und ausdrucken. Bitte leserlich ausfüllen und unterschreiben. Fragen Sie gerne weitere Hamburger*innen nach einer Unterschrift und senden Sie die vollen Listen bitte bestenfalls bis 5. Juni an unser Kampagnenbüro Tschüss Kohle, Jessenstraße 4, 22767 Hamburg, spätestens bis 7. Juni mittags. Auf dieser Hamburg-Karte können Sie sehen, wo überall Listen zum unterschreiben ausliegen. Am 8. Juni wollen wir die Unterschriften einreichen. Unser Gesetzentwurf und die Begründung zum Gesetzentwurf.

Kohle Heizkraftwerk Wedel
Kohle-Heizkraftwerk Wedel

Die Verbrennung von Kohle trägt massiv zum CO2-Ausstoß bei. Derzeit werden in Hamburg noch 60% der Fernwärme und 85% des in Hamburg produzierten Stroms in den Vattenfall-Steinkohlekraftwerken Wedel, Tiefstack und Moorburg erzeugt. Erst wenn der Kohleausstieg verbindlich festgelegt ist, wird auch alles politisch und technisch Notwendige für eine Versorgung aus 100 % erneuerbaren Energien auf den Weg gebracht. Die Lösungen sind längst vorhanden!

Heizkraftwerk Tiefstack
Kohle-Heizkraftwerk Tiefstack

Umweltsenator Jens Kerstan hat im November 2017 einen Plan vorgelegt, wie die Kohlekraftwerke Wedel und Tiefstack bis 2025 im zentralen Hamburger Fernwärmenetz ersetzt werden können. Die Planungen beinhalten Anlagen zur  klimaschonenden Wärmegewinnung, aber bisher leider auch einen erheblichen Anteil klimaschädlicher Kohlewärme aus dem Kohlekraftwerk Moorburg. Vattenfall hat am 5. April 2018 einen Antrag zum Bau einer Wärmeleitung gestellt, um das Kohlekraftwerk Moorburg an die Fernwärme anzuschließen. Damit wäre fürs Klima gar nichts gewonnen! Der Kohleausstieg in der Fernwärme ist die größte Einzelmaßnahme, die Hamburg für den Klimaschutz machen kann.

Kohlekraftwerk Moorburg
Kohlekraftwerk Moorburg

Um den konsequenten Kohleausstieg zu sichern und den Neubau von Kohlewärmeleitungen zu verhindern, wollen wir das Hamburger Klimaschutzgesetz und das Wegerecht ändern. Den Gesetzentwurf haben wir mit Energierechtsexperten der Kanzlei Günther erarbeitet. Wir wollen jetzt mit sehr vielen Unterschriften Druck machen, damit die Hamburger Bürgerschaft unseren Gesetzentwurf gleich übernimmt. Deshalb sammeln wir jetzt weiter, auch wenn die 10.000 gültigen Unterschriften für das Zustandekommen der Volksinitiative bereits sicher sind. Sollte die Bürgerschaft unser Gesetz nicht übernehmen, gehen wir im Spätsommer/Herbst 2019 den zweiten Schritt, das Volksbegehren mit mindestens 65.000 Unterschriften. Dann können wir unseren Gesetzentwurf den Hamburger Wahlberechtigten zur Abstimmung per Volksentscheid vorlegen.

coal kills

Ausgedruckt am 24.06.2018
von https://www.tschuess-kohle.de/